Wie es entstand

Heute mag ich euch mal beschreiben, wie Stoffe, die gespendet wurden/werden, zu mir wandern.
Also ganz von Anfang an.
Seit ein paar Jahren schwirrt mein Name in verschiedenen Gruppen herum, die irgendwas mit Stoff zu tun haben.
Ob Stoff kaufen, wieder verkaufen, weil doch nichts für mich, sowie tauschen und sich einen anderen ergattern oder nur zeigen, was man so genäht hat.
Es macht so viel Spaß und es ist überwältigend, wie viele schöne Stoffe auf dem Markt sind. Gut, ich bin ehrlich, nicht nur auf dem Markt, auch schon in meinem Schrank liegt einiges.
Es ist eine Sucht … aber passt.
Durch diese virtuellen Spaziergänge sind hier und da super tolle und. nette Kontakte entstanden. Oft kommt man per PN ins Gespräch untereinander, was man so macht und wie der Stoff denn verarbeitet werden könnte.
Genau so wurde es nach und nach bekannt, daß ich ehrenamtlich für unseren Verein Kleidung nähe. Die Überraschung von den Mädels war oft so herzzerreißend. Ohne jedes Wort der Nachfrage, legten viele neben den getauschten oder gekauften Stoffen einfach ihre Stoffspenden mit ins Paket, mit einer Karte auf der so liebe Worte standen,
“schön, daß es euch gibt”.


Ja, was soll ich sagen, ich war sprachlos, die Tränen standen öfters in den Augen vor Freude.
Mein Dank ging dann jedesmal sofort zurück und auch Bilder von fertiger Kleidung, aus den Spendenstoffen.
Auch das ist mir sehr wichtig, die anvertrauten Stoffe so schnell und schön, wie ich kann, zu verarbeiten.
Das Vertrauen hat sich so entwickelt, daß heute noch immer von denselben Mädels Pakete kommen, wenn sie ihre Nähprojekte abgeschlossen haben, und dafür bin ich jedesmal so dankbar.
Nur deswegen kann ich die Nähmaschinen laufen lassen.
Und so geht heute mein großer Dank, an alle, die ihre Stoffspenden an ehrenamtliche Näher senden, so daß es weiter gewährleistet werden kann, den Betroffenen in schweren Zeiten, doch etwas Farbe, Hoffnung Freude und Sicherheit zugeben.

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2 Gedanken zu “Wie es entstand”