Seelischer Schmerz auf Teststreifen

Und wie es sicher viele KiWu-Mädels kennen, bricht die Welt wieder zusammen.

Man sieht erst eine zarte Linie, mag aber gar nicht erst hoffen. Die Linie wird stärker … kann das wirklich sein?
Der Anruf kommt: „Ja, Ihr hCG ist erhöht, aber Sie hinken einen Tag hinterher. Nehmen Sie alle Medikamente weiter und kommen Sie Montag wieder.“

Darf ich hoffen?
Ich ermahne mich, es nicht zu sehr an mich heran zu lassen. Denn die Enttäuschung wird sonst noch größer.

Der Wert steigt, aber wieder nicht so hoch, wie er soll. Ich mache mir keine Hoffnung … es soll Wunder geben, aber bei mir sicher nicht. Also weiter vollpumpen mit vielen Medikamenten (ich bin inzwischen bei 17…). Und nach zwei Tagen wieder Kontrolle. Ich gebe zu zu hoffen, an ein Wunder, dass dieser Kampf sich dieses Mal gelohnt hat. Aber dann kommt der Anruf, der mir mal wieder den Boden unter den Füßen wegzieht … der Wert fängt an zu sinken, alles absetzen und auf die Blutung warten.

Die Tränen laufen, ich wollte es doch gar nicht an mich ran lassen, nicht hoffen. Und doch hofft man jedes Mal und das Herz tut weh.

Manchmal habe ich Angst, Angst dass sich der Kampf nicht lohnt. Mein Körper es einfach nicht schafft, schwanger zu bleiben … und dann, wenn es dem Herzen wieder etwas besser geht, dann stehe ich wieder auf und kämpfe weiter, kämpfe für unseren Traum vom Kind. Auch wenn die Angst mein ständiger Begleiter ist. Noch kann ich den Kinderwunsch nicht begraben … Und ich weiß, ich bin nicht allein mit all den Ängsten, Sorgen und manchmal dem Hass auf mich selbst …

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