Ein Spaziergang mit Erkenntnis

Eigentlich gehe ich gerade nur etwas spazieren. Und ich sehe ein Bild, welches eigentlich ganz normal ist im Sommer. Dort im Feld ist ein Weg zu sehen.

Doch genau in diesem Augenblick denke ich an meinen Bruder und daran, welch schweren Weg er und seine Frau momentan gehen. Denn ihr Baby, mein kleiner Neffe, liegt total verletzlich in einem Inkubator.

Ich selbst war erst einmal in dem Krankenhaus, um einen kleinen Blick zu erhaschen.

Doch heute sehe ich diesen unscheinbaren Weg und frage mich, wie viel Kraft Eltern tatsächlich für solch ein Schicksal aufbringen müssen. Was müssen sie wirklich fühlen? Was müssen sie wirklich denken? Wie schaffen sie jeden einzelnen Tag so durchzuhalten?

Nach diesem kleinen, eigentlich unscheinbaren Spaziergang, werde ich mich sofort an meinen Bruder wenden und meine volle Unterstützung anbieten. Eigentlich dachte ich im ersten Augenblick, dass sie doch froh sein sollen, dass ihr Sohn lebt. Doch jetzt gerade fällt es mir fast wie Schuppen von den Augen. Diese tägliche Angst um das Leben ihres Sohnes. Auch ich verspüre nun Angst, dass es vielleicht schief gehen könnte. Doch daran möchte ich nicht denken. Ich glaube ganz fest an meinen kleinen Neffen, an diesen Kämpfer.

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