Essen-Trinken-Duschen

Die ersten Tage nach der stillen Geburt meines Kindes in der 11. SSW schwebten ständig Menschen um mich herum, die mir sagten: „Iss bitte was!“, „Hast du heute schon was getrunken?“

Ich gebe zu, sie haben mich genervt!
Ich habe sie auch angeblafft.

Ich wollte doch nur dort bleiben, wo ich war: in meinem Bett, in meinem Loch!
Es gab keinen Sinn mehr für mich.

Es vergingen Tage, bis ich wieder duschen ging, nach ein paar Wochen ging ich sogar raus und erfreute mich an der wärmenden Wintersonne. Ja richtig, ich erfreute mich!

Und so aß und trank ich, duschte und fand langsam zurück ins Leben.

Diese Gedanken laut im Netz auszusprechen ist für einige mit zu viel Scham belastet, ich verstehe euch. Aber ihr seid nicht allein, viele Frauen und Männer hatten ähnliche Gedanken!

Lasst nicht zu, dass diese Gedanken gewinnen.
Lasst die nervtötenden Menschen, die euch zum Essen und Trinken überreden zu, sie meinen es gut mit euch!
Sie machen sich Sorgen um dich und wollen, dass du den Weg ins Leben findest!
Warum?

Wahrscheinlich, weil du ein toller Mensch bist! ❤️

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.