Spuren der Angst

Ich bin eine Frühchenmama! Mein kleiner Schatz musste in der 34. SSW per Notkaiserschnitt vor 4 1/2 Jahren das Licht der Welt erblicken. Und auch wenn ich das ‚Glück‘ hatte, dass es nicht noch früher war, denke ich auch heute noch an diese schwere Zeit zurück. Sätze wie: „Sei doch froh, es geht ihm gut“, kenne ich zur Genüge. Ja, natürlich bin ich froh, dass letztlich doch alles gut verlief. Natürlich bin ich froh, dass mein kleiner Schatz bald 5 Jahre wird und es ihm gut geht. Daran besteht ja gar kein Zweifel. Aber was hat diese Zeit mit mir gemacht? Welche Spuren hinterlässt das Erlebte in mir? Welche Ängste löste das Erlebte während der Schwangerschaft danach in mir aus? Das ist leider für viele nicht relevant.Immer wieder holen mich die Erinnerungen an die Zeit ein. Das Hoffen, Bangen und die Angst während der Schwangerschaft. Das Hoffen, Bangen und die Angst, als ich aus der Narkose erwachte und nicht wusste, ob mein Baby lebte. Das Hoffen, Bangen und die Angst während der Zeit, als er auf der Neo lag. Diese vielen Auf und Ab, vor die man ganz plötzlich gestellt wird und die man einfach während dieser Zeit gar nicht verarbeiten kann. Es lässt mich auch bis heute nicht los und nicht selten denke ich, teils glücklich, teils mit Schmerz, an diese Zeit zurück.

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