32 Grad halten mich nicht ab

32 Grad halten mich nicht ab

die Nacht war wieder sehr aufregend, Fenster weit auf und kaum ein Luftzug der unter 24 Grad kühlt. Da bleibt man selbst im Bett mobil, Decke drauf schwitz, Decke ab auch schwitz und Mückengefahr, also wieder Decke drauf…. endlich schlafen.. schön, bis Hund bellt, weil irgend ein Getier auch nicht schlafen kann. Juhuuuuu und wieder das Spiel mit der Decke bis es mich übermannt und schlafen langsam zum schnarchen übergeht. Endlich wird es hell, Blick zur Uhr 3:45 Uhr, gerade die richtige Zeit die Dusche aufzusuchen, um das erkämpfte sportliche Wasser von der Haut zu waschen, frisch gehts an die Kaffeemaschine noch im Bademantel und dabei schon die Kisten Stoff anpeilen, welche den heute dran ist. Die Entscheidung fällt nach dem persönlichen Empfinden, denn nicht jeder Tag ist gleich voll gefüllt mit Energie, besonders bei spanischen Temperaturen. Schneidematten und Nähmaschinen stehen immer in der Nähe, muß da erwähnen, daß mein Nähzimmer in der Küche ist. Hier trifft sich alles beisammen, was man braucht zum nähen. Maschinen – logisch, großer Tisch – genial, Fernseher für Internetradio, weil an der polnischen Grenze nicht alle Sender im Radio auch zu verstehen sind und polnisch hatten wir nicht als Fach in der Schule nur Russisch war pflicht und Englisch, wer es wollte. Was noch in der Nähe ist und von großem Vorteil ist die Haustür, den den Post- oder Hermesbote verpassen geht garnicht. Könnte ja wieder Material kommen, das irgendwer für mich bestellt…. darf nicht so offen darüber sprechen, daẞ der irgendwer, ich selbst bin, also psst und das Geheimnis hüten. Die Uhr zeigt mittlerweile 10 an und der Temeraturzeiger rutscht auf 28 Grad…..noch auszuhalten, also los schnell etwas zuschneiden, denn da bewege ich mich am meisten, Kartons bereitstellen, Stoffe rausholen, farblich sowie der Größe nach sortieren und jetzt das Patchworklineal drauf, auf die noch unförmigen Reststoffe bis die richtigen Maße passen. Manchmal eine Schnippseljagd. 15×15 reicht nicht aber 12×12 und der Rest wird noch für 2 Herzvorderseiten reichen. So geht es bis ca. 13 Uhr dann knallt die Sonne ins Haus und es wird unerträglich warm. Na gut, dann arbeite ich im Sitzen weiter, Zuschnitte liegen immer bereit und werden vernäht zu Decken auf den Inkubator oder es liegen ein oder zwei…. Ehrlich? 15 Beutel mit verschiedenen Kleidungsstücken und der Größe nach sortiert, die sich zu jeder freien Minute unter der Nadel zusammenfügen. Waschen trocknen, bügeln und wieder in Beutel verpackt, diesmal beschriftet zum versenden.
14 Uhr 30 Grad, die Sonne meint, kommst du nicht raus, komm ich eben rein, fast temperaturausgleich drinnen und draußen, jetzt fühle ich mich wie nachts im Bett nur ohne Decke. Dusche ruft und etwas Erfrischung aus dem Gefrierfach…. ein Eis… danach wieder ran an die Maschine und noch ein Teilchen schaffen, denn die Waschmaschine hat 5 kg Fassungsvermögen, Klappe zu Knopf drücken drehen beobachten, das macht glaube jeder und dann bin ich auch geschafft. Nähmaschinenstecker ziehen noch ein Eis und den nun erreichten 32 Grad genußvoll entgegen trotzen, bis die Nacht kommt und die Geschichte wieder von vorn anfängt. Freu mich auf morgen duschen, was schaffen und ein Eis, neeee waren 2.

Marlen

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