Winterzeit

Winterzeit

Es ist Winter. Und zwar so richtig.
Mit so richtig meine ich: Schnee (zum Glück noch in geregelten Massen), Eisbär-freundliche Temperaturen und glatte Straßen.
Dafür hasse ich den Winter.

Er bringt aber auch lange Abende zum Handwerkeln, begraben unter einem voluminösen Berg von Decken, flankiert von einer großen Tafel Schokolade und einem heißen Tee und untermalt von der x-ten Wiederholung der Lieblingsserie – natürlich von der DVD.
Dafür liebe ich den Winter.

Draußen spielen mit der Tochter ist kältebedingt zeitlich nur sehr begrenzt möglich. Der Garten schläft unter der prachtvollen Schneedecke und in meiner Pension ist auch nicht viel los. Das sind die besten Voraussetzungen, um mal wieder richtig schön zu nähen oder zu häkeln.

Theoretisch.

In der Praxis werden die Kinder ständig krank, die ganze Familie hat im Winter Geburtstag und die Saison 2018 will vorbereitet werden.
Achso, hatte ich die ständige Müdigkeit schon erwähnt? Kaum sind die Kinder im Bett und ich könnte loslegen, werde ich von meinem Deckenberg quasi im Handumdrehen auf „Schlafkoma-Wärme“ hochgeheizt und die Lieblingsserie, deren Texte ich fast mitsprechen kann, säuselt mich in Rekordzeit in einen seeligen Schlummer; die Schokolade futtert jemand Anderes und meinen Tee werde ich am nächsten Tag schnell kalt herunter kippen. Wäre ja schade.
Und meine Nähmaschine? Hätte Sie Arme und Augen, würde sie mich wohl mit in die Seite gestemmten Armen strafend anstarren.

Aber immerhin – der Wille war da und die Maschine ist auch aufgebaut.
Vielleicht klappt es ja morgen. Da ist Frühlingsanfang.

 

A.

 

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