„Schau mal rein Tag“-2019

9 lange Monate haben wir ihn geplant … 9 Monate voller Höhen und Tiefen. Mal lief es in der Vorbereitung erste Sahne, mal war es zäh wie Kaugummi. Viele kleine Teams mit knapp 100 helfenden Händen waren am Werkeln. Haben u.a. Einladungen versendet, das Essen geplant, die Werbetrommel gerührt, um am Ende auf eine satte Anzahl von 3000 Preisen zu kommen. Referenten und Aussteller wurden kontaktiert und Themen für die Vorträge geplant. Viele verschiedene Aufgaben und jeder konnte sich genau in dem Team einbringen, in dem man dachte, den meisten Spaß zu haben. Man sollte meinen, je öfter man einen Tag der offenen Tür organisiert, desto entspannter und routinierter wird man, aber das Gegenteil ist der Fall. Diese 9 Monate sind jedes Jahr auf’s Neue wahnsinnig aufregend. Denn jedes Jahr ist das Team ein anderes. Meistens sind die Mädels, in dessen Nähe der TdoT ausgerichtet wird, in der Überzahl in den Teams. Die restlichen Feen fliegen dann aus der Republik und aus Österreich dazu. Und genau das macht die tolle Mischung. Es ist immer wie beim ersten Mal, denn man weiß einfach nicht, was auf einen zukommt. Wie die Teams miteinander arbeiten und was am Ende raus kommt, ist nicht nur für die Besucher eine Überraschung. In den 9 Monaten wartet aber nicht nur jede Menge Arbeit auf einen, sondern auch viel Spaß und vielleicht sogar neue, lieb gewonnene Bekannte oder gar neue Freunde. Man lernt die Menschen auf eine ganz andere Art und Weise kennen. Die Magie der Vorbereitung ist wohl Kreativität, gepaart mit vielen verrückten Ideen und der Freude, dies umsetzen zu können. Die Welt bunt gestalten, eine Wagenhalle zum Schweben bringen und wenn man dann mittig in dieser Halle steht, bekommt die Aussage –Zwischen Sternen und Wundern- eine neue Bedeutung.

Sind alle Stände geplant, ist der Tag der Tage schon ganz nah und alle reisen aus allen Regionen Deutschlands und Österreichs an. Zigtausende Kilometer werden zurück gelegt und oft erfolgt die Anreise schon am Vortag. Ob man es glaubt oder nicht, die Auto- oder Zugfahrt ist schon ein Highlight. In Fahrgemeinschaften lässt es sich gut singen, voller Aufregung schnattern und wer hinten saß, schmierte die Brote. Die Räume gehen auf und es wird gequietscht und gekreischt. Menschen aller Himmelsrichtungen liegen sich in den Armen und die Freudentränen können jeden Bach wieder auffüllen. Der Aufbau ist in vollem Gang und an jeder Ecke wird gewerkelt. Sodass am Vorabend, bis auf Kleinigkeiten, alles steht und alle bei Pizza und komischen Grünfutter zusammen sitzen. Es gibt Mädels, die von jedem Teller klauen und welche, die ihr Essen immer in Sicherheit vor den Diebinnen bringen. In einem gemütlichen Kreis und letzten Vorbereitungen geht der Abend zu Ende und alle glücklich ins Bett.

Aufgeregt, frisch gestylt und voller Vorfreude wird sich nochmal geknuddelt, bevor sich die Türen für die Gäste öffnen. Das Herz klopft, das Lampenfieber steigt, denn die Eröffnungsrede ist zu Ende, die Melodie zu „Zwischen Sternen und Wundern“, nach einem Lied von Rolf Zuckowski, erklingt und alle Teams nehmen ihre Posten ein, um die Fragen der Gäste zu beantworten, Lose zu verkaufen und den selbstgemachten Kuchen unserer Mitglieder unter die Leute zu bringen.

Der erste von 4 Vorträgen startet in einigen Minuten und auch die Aussteller haben die ersten Interessierten an ihren Ständen. Die Firma Dräger erklärt verständlich, wie ein Inkubator funktioniert und die Björn Steiger Stiftung zeigt allen Interessenten ihren Felix, einen Rettungswagen, der speziell für Frühchen und Kinder bis ca. 6 Monaten umgebaut wird. Warum fährt ein Delfin im Felix mit? Wusstest du, dass die Björn-Steiger-Stiftung das Rettungswesen in Deutschland revolutionierte? Die Sternenkinderfotografen und der Bestatter werden in ihren Vorträgen sehr gut besucht und die Aufmerksamkeit könnte gespannter gar nicht sein.

Mit bayrischen Spezialitäten, aber auch Pommes und Würstchen, wurden wir kulinarisch während der gesamten Veranstaltung verwöhnt. Während die Kinder in der Kinderbetreuung Enten angeln oder die Rollrennbahn testen, informieren die Eltern sich an unserem Informationsstand ausführlich über die Themen Sternenkinder und Frühchen. In einzelnen Gesprächen mit unseren Mädels erzählen die Familien ihre Geschichten oder wie sie zu dem doch schweren Thema kommen. Ein interessanter, aufregender und sehr spannender Tag neigt sich dem Ende. Besucher und sogar der Oberbürgermeister der Stadt Fürth haben heute einmal hinter die Kulissen geschaut. Es wurden tolle Kontakte geknüpft, wie beispielsweise mit der Jugendfürsorge Fürth, die sich zu einer tollen weiteren Zusammenarbeit entwickelt. Zwischen Tombola und Vorträgen mal abschalten? Das geht im Nähcafe. Ein paar feste Maschen oder das Summen einer Nähmaschine können mantrische Wirkung haben und nebenbei entstehen zauberhafte Sachen für Sternenkinder und Frühchen, die sogar Besucher und ihre Kinder gefertigt haben. Gemeinsam, mit Freude für den guten Zweck.

#weilhelfenhilft

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