Der Frühling lässt sich nicht aufhalten …

Ich arbeite an meinem Gemüsegarten. Das Wetter ist perfekt dafür. Meine Gedanken kreisen um die derzeitige Lage. Wir alle sind gefangen von den Gedanken an den Virus. An die Lage, in der wir alle uns befinden. Auch ich. Meine Gedanken kreisen um das Finanzielle. Wie wird es weiter gehen? Kurzarbeit heisst ja auch weniger Gehalt. Werden wir es trotzdem schaffen? Wie geht es meiner Mama, die so weit weg wohnt. Geht es ihr gut? Ist sie gesund?Ich merke nicht, wie sich hinter mir meine Schwiegermama anschleicht. „Nun hör doch einmal auf zu werkeln“, sagt sie zu mir. „Gib doch einmal 5 Minuten Ruhe und trink mit mir einen Kaffee.“Ich stehe auf und sehe sie an. Ich sehe die Unsicherheit in ihrem Blick. Die Angst. Sie gehört zur Risikogruppe. 80 Plus. Sie bleibt Zuhause und wir alle versuchen uns, meinen Schwiegereltern zuliebe, so gut es geht, zu schützen.Wir gehen zur Gartenbank, auf der schon zwei Tassen Kaffee stehen. Wir setzen uns und genießen schweigend die Sonne.Und dann gehen unsere Blicke zu unserem gemeinsamen Blumenbeet. Und fast gleichzeitig sagen wir: „Der Frühling lässt sich nicht aufhalten. Schau … die Krokusse blühen.“ Wir sehen uns an und müssen beide lachen. Eine kurze Zeit sind wir beide entspannt und atmen auf.Ein gemeinsamer achtsamer Moment …

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