Schamgefühle

In der letzten Zeit sind Mitglieder des Förderkreises zu Freunden und Familie geworden.
Lange Zeit behielt ich eines für mich. Ich habe ein Sternchen und das mit 13/14 Jahren. Ich habe jahrelang darüber geschwiegen, niemanden an meinen Gefühlen teilhaben lassen. Scham hat mich übermannt.
Ich habe mich nie als trauerwürdige Person empfunden. Da mein Kind durch eine Straftat entstand, habe ich mich minderwertig gefühlt. Ich hatte Angst verurteilt zu werden, nicht ernst genommen zu werden und nicht berechtigt zu sein, Gefühle zu zeigen.
Im Juli bin ich Mitglied des Vereins geworden, weil ich merkte, ich muss etwas tun, aber ich habe ein ¾ Jahr aus Scham geschwiegen in dieser Gruppe. Es liegt mehrere Jahre zurück, aber auch wenn es sich komisch anhört, ich fühle mich oft leer und anders. Ich hatte in der letzten Zeit viel mit meiner Psyche zu kämpfen, aber hey… dieser Verein hat mir die Augen geöffnet und mir Freunde geschenkt! Freunde, die mich ohne Worte verstehen, und ein Vertrauensgefühl, was ich lange nicht empfinden konnte.
Es hat so viel mit mir gemacht und mir gezeigt, nein, du hast Grenzen und diese sind in Ordnung. Du darfst hier in unserem Verein entscheiden, was du machst und in welchem Ausmaß.
Ich bin an diesem Teil gewachsen und ich werde noch oft durch die Hölle gehen, aber hey, das Leben geht weiter. Und ja, dieser Verein ist Teil meiner Therapie, auch wenn ich momentan an meine Grenzen komme.

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