SLK Heilbronn – August

Heute war ich hier in der Klinik.
Diesmal war die Übergabe im Büro von Frau E..
Sie war ganz entzückt von den Herzen und auch von den Sets, die ich zusammen gestellt hatte. Da nur Erinnerungsstücke gewünscht waren, hab ich auch nur diese mitgenommen. Außerdem hatte ich noch 4 Dufttücherpaare dabei, darüber hat sie sich riesig gefreut.

Wir haben uns lange unterhalten, wie wichtig es für die Eltern ist, etwas zu haben, vor allem am Anfang, etwas das man knautschen, drücken und auch bekuscheln kann, dazu noch in einer Größe die schnell auch mal in der Hosentasche verschwinden kann. Das es inzwischen kein Tabuthema mehr ist und sich nach und nach auch Frauen jenseits der 60 outen und froh sind endlich darüber reden zu können und es inzwischen immer mehr offene Ohren gibt.

Ich habe ihr erzählt, dass das Ganze auch für Zwillinge und Mehrlinge möglich ist und Frau E. war begeistert und würde sich freuen, wenn sie da auch was bekommen könnte.

In diese Euphorie hinein erwähnte ich Harry Hase und was es mit Harry bzw. dem Büchlein auf sich hat. Frau E. war perlex, dass wir auch an die Geschwisterkinder denken. Das findet sie ganz toll, denn sie erlebt es leider auch ganz oft, dass den Familien einfach die Worte fehlen es zu erklären. Unser Harry Hase Buch bringe ich ihr, sobald ich welche habe.

Da ich nun ihre volle Begeisterung auf meiner Seite hatte, zeigte ich ihr noch Bilder von den Schlüsselanhängern, wo man auch Papa, Oma und Opa bedenken kann.

Wir unterhielten uns noch eine ganze Weile, in der sie immer wieder die Infobroschüre durchblätterte, die ich ihr ganz am Anfang zusammen mit den Dufttüchern übergeben hatte (die Dufttücher leitet sie auf die Frühchenstation weiter). Immer wieder erwähnte sie, wie toll sie unsere Arbeit findet und dass sie sich inzwischen nicht mehr vorstellen können, ohne diese Dinge zu arbeiten, da es ihnen ihre Arbeit ungemein erleichtern würde.

Auf meine Nachfrage wie sie denn mit frühen Abgängen verfahren würden (liegt mir persönlich ja besonders am Herzen), erzählte sie mir, dass sie da Filzkörbchen haben und es würden immer wieder Workshops angeboten, wo die verwaisten Eltern für die Sternchen und auch reifere Kinder filzen, also würden Storchenbeutel nicht benötigt.
Auch Taufaufleger werden, zumindest im Kreißsaal nicht benötigt, da dort keine Nottaufen oder Segnungen statt finden.

Was sie wiederum ganz toll findet ist, dass wir meist im Zeitrahmen des Postlaufweges auch auf z.B. Notrufe nach Kleidung für Sternchen reagieren bzw. reagieren können. Ich habe ihr versichert, dass sie mich auch abends anrufen kann und ich dann noch abends reagieren kann.

Ich hoffe, ich habe jetzt nichts vergessen. Alles in allem fand ich es einen gelungenen und angenehmen Besuch.

PS: Flyer habe ich auch übergeben, die sie im Fall der Fälle übergibt. Da es ein sehr sensibles Thema ist und die Eltern ja noch bis zum letzten Moment und manchmal auch darüber hinaus hoffen, dass alles gut wird, haben wir uns gegen ein öffentliches Auslegen entschieden, da man im Moment der Hoffnung alles was mit dem Thema Sternchen zu tun hat ganz weit von sich schiebt.

von Alexandra Caruso

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