Bestatter Regnery Gerolstein – Mai

Am Freitag vor einer Woche habe ich mich auf dem Weg zum Bestatter gemacht. Mut zusammen gepackt, Imagebroschüre in der Hand und los. 😊

Frau Regnery begrüßte mich und fragte nach meinem Anliegen. Nachdem ich erzählt hatte und sie sich alles angeschaut hatte, meinte sie zuerst: „Sternenkinder werden nur die Kinder unter 500 Gramm genannt, alle anderen sind Totgeburten“. Ich habe ihr gesagt, dass für uns alle Sternenkinder sind, egal in welcher SSW oder wie alt.
Die liebe Taleja Sophia hat mir da schon weiter geholfen, was den Begriff angeht.

Nun ja, jedenfalls war Frau Regnery unheimlich froh, dass wir helfen können. Bisher musste sie immer in der Nachbarschaft und bei Verwandten nachfragen, die häkeln, nähen oder stricken, wenn akuter Bedarf bestand.
Sie wünscht sich einen Schlafsack mit Ärmeln, Mützen, Schühchen und Decken.
Die Decke soll in den Sarg gelegt werden und vor dem Verschließen des Deckels über das Kind gefaltet werden.
Über 500 Gramm ist hier Bestattungspflicht in einem Holzsarg.

Ich versprach ihr, dass wir helfen und Claudia Ziefuß und ich sind schon dabei.
Im Notfall ruft Frau Regnery an, wenn wir bis dahin nich nicht da waren.

Die Bestatter Regnery in Gerolstein und Sonnen in Birresborn arbeiten zusammen.

In Birresborn ist ein Ausstellungsraum, die Kühlkammer und der Aufbahrungsraum.
So oft die Angehörigen möchten, werden die Verstorbenen dort rein gebracht. Auf Wunsch läuft dort Musik.
Im Ausstellungsraum wird, wenn möglich, eine kleine Ecke für uns gemacht, in der die Anwesenden auch sehen, was wir tun und wie sowas dann aussieht.
Ich war sehr berührt und beeindruckt von der Persönlichkeit von Frau Regnery. Der Sohn war auch total begeistert und froh.

Ich war erst ängstlich, aber dann war es total super nett und angenehm.

Bericht von Karin Schmidt

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